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Eben herrschte noch strahlender Sonnenschein und plötzlich war es
schwarz wie die Nacht. In der Ferne agierte schon der himmlische
Fotoapparat, zuckten die ersten Blitze des herannahenden Gewitters.
Die langgezogene Straße, sonst weit überblickbar, wurde immer kürzer
in meiner Wahrnehmung. Regentropfen benetzten die Frontscheibe und
die Zeitabstände den Scheibenwischer kontinuierlich höher zu drehen,
waren minimal.
Ich war gezwungen die Fahrtgeschwindigkeit zu drosseln, der
Niederschlag hatte sich so verdichtet, man sah nicht mal mehr von
Leitpfosten zu Leitpfosten. Die Beleuchtung des gelegentlichen
Gegenverkehrs, die Lichtbrechung durch den Regen machte es nahezu
unmöglich noch etwas zu erkennen, erhöhte mein Unwohlsein. Die
Kreuzung, ein allgemein bekannter Unfallschwerpunkt, hatte ich
erreicht, nun musste ich auf die einer Allee ähnlichen Landstraße
abbiegen.
Die Böen des Seitenwindes erforderten ein Gegenlenken, brachten
meine Konzentration an die Spannungsgrenze. Unmittelbar vor der
Ausbuchtung für die Haltestelle des Überlandbusses schlug der Blitz
mit ohrenbetäubendem Lärm ein. Mein persönlicher Bogen der
Anspannung war überreizt, ich fuhr vollkommen erschöpft in diese
Haltestellennische. Selbst das Wissen um den Faraday-Käfig in dem
ich saß, konnte mich angesichts der Blitzeinschläge im näheren
Bereich nicht beruhigen. Die sich biegenden Bäume versetzten mir
weitere, negative, Adrenalinschübe. Plastisch hatte ich schon den
mich in meinem Auto erschlagenden Baum vor Augen.
Wie von einer höheren Macht gesteuert, lieferte der lokale
Radiosender mich mit Wehmut erfüllende Musik, die meine in Wallung
geratenen Gefühle noch weiter aufwühlte. Im Kofferraum hatte ich
Freyas Klamotten, in drei große Umzugskartons verpackt, für das Ende
eines Traums. Auf Facebook hatte mein bis dato bester Freund, Bilder
von sich und Freya gepostet. Außerdem hatte er seinen
Beziehungsstatus auf 'in einer Beziehung' geändert. Freya und Jack,
mir kamen wieder die Tränen.
Gedankenverloren, die waidwunde Seele ließ Mordgedanken in mir
aufkommen, wurde ich unsanft durch ein lautes Hupen aufgeschreckt.
Der Überlandbus forderte sein Recht ein, auch bei diesem Wetter.
Außenspiegel, Blinker setzen, rein mechanisch führte ich, - die fast
leblose Hülle meines Körpers, mein Auto auf die Straße zurück. Den
nächsten befestigten Feldweg bog ich ab, immer noch am Siedepunkt
der geistigen Leere.
Das Bilderbuch des Hirns aufgeklappt, zogen die Momentaufnahmen
einer schier grenzenlosen Liebe an mir vorbei. Vor drei Jahren waren
wir uns durch einen Zufall, ich hatte Jack zu einer Party gefahren
und war nur kurz mit hineingegangen, kennengelernt. Es war die
berühmte Liebe auf den ersten Blick. Trotzdem hatten wir es langsam
angehen lassen, bei vielen intensiven Gesprächen unsere geistige
Konvergenz festgestellt. Zarten Berührungen, sanftem Streicheln,
folgten, auf der Klaviatur der Liebesspirale, erste schüchterne
Küsschen.
Wir ließen uns Zeit, viel Zeit, bis wir erstmals den Liebesakt
vollzogen hatten. Mehr als ein halbes Jahr seit unserem Kennenlernen
war da vergangen. Umso intensiver, nachhaltiger, wie es mir bisher
erschien, hatten wir uns gegenseitig verwurzelt. - Bis heute Mittag!
Den Post der Bilder konnte ich immer noch nicht fassen, mein Herz
war wie gelähmt.
Der Himmel wurde wieder heller, das Gewitter samt Regen hatte sich
verzogen und am Horizont tauchte die Sonne langsam in den Wipfeln
der Baumkronen ab. Ich machte mich auf, es war ja nicht mehr weit,
den unwiderruflichen Weg. Fünf Minuten später stand ich vor der
überdachten Garageneinfahrt von Freyas Elternhaus. Die Kartons hatte
ich schnell ausgeladen, die Kofferraumklappe wieder geschlossen.
Kurzzeitig hatte ich überlegt ihr eine SMS zu schicken, nachdem ich
losgefahren wäre. Wirklich nur ganz kurz, dann klingelte ich doch.
Wenn schon diese Schmach sein musste, dann bitte kompakt.
"Du bist ja schneller als ich erwartet hatte!", begrüßte mich Jack
in der Haustür. "Und bevor Du gleich explodierst, es war nur um Dich
aus der Reserve zu locken. Freya war sich Deiner Liebe nicht mehr
sicher, hatte mir heute Morgen am Telefon die Ohren voll geheult.
Ich hatte ihr zwar erklärt dass Du wegen Deiner Diplomarbeit im
Stress wärst, links und rechts mit Scheuklappen, aber sie
zweifelte." Mit offenem Mund hatte ich Jack zugehört, mich Gott sei
Dank beherrscht. Viel hatte nicht gefehlt, ich hätte ihm wortlos
einen Kopfstoß verpasst. Sein Nasenbruch wäre bei meiner harten
Stirn wohl vorprogrammiert gewesen.
Freya strahlte als sie sich jetzt neben Jack gesellte, aber
schlagartig verfinsterte sich ihr Gesicht als sie mich ansah.
"Entschuldige Jürgen! Wenn ich geahnt hätte wie extrem es Dich
mitnimmt, ich hatte eigentlich nur gehofft Du würdest Dich mal
melden, wäre ich nicht auf Jacks Vorschlag eingegangen." Mein
Gesicht, wahrscheinlich ein Abbild meines Seelenzustands, ließ beide
erschrecken. Sie wollte gerade auf mich zukommen, da fiel ihr Blick
auf die Umzugskartons vor der Garage. Ein Zittern überfiel sie, die
Tränen schossen auf ihre Wangen.
"Gib mir den Wagenschlüssel, ich räume die Kartons wieder bei Dir
ein!", sprach Jack mit der von ihm gewohnten Empathie und schob
Freya und mich zusammen. Sturzbäche von Tränen begleiteten unsere
Küsse, das Salz der Umstände war zu schmecken. "Hopp, rein mit euch.
Ich lösche nur schnell den Post und dann verschwinde ich!" Jacks
Anweisungen waren uns Befehl, aber für die Nummer würde ich ihm noch
eine Retoure verpassen.
Drei Minuten später hatte ich den Autoschlüssel zurück, Jack seinen
Laptop unter dem Arm und kurz darauf vernahmen wir das Zuziehen der
Haustür. Freya erdrückte mich fast, wie ein Klammeraffe schmiegte
sie sich an mich an. Aus meiner linken Hosentasche nestelte ich eine
kleine Schachtel und hielt sie ihr vors Gesicht. Auf einem kleinen
aufgeklebten Zettel stand 'Schade' darauf. Sie löste die
Umklammerung, machte die Minibox auf.
Der brillantenbesetzte Ring erzeugte neuerliche Feuchtgebiete auf
jetzt feuerroten Pausbäckchen. Aus allen Knopflöchern strahlte sie,
die gleißende Abendsonne von zuvor war dagegen eine blässliche
Erscheinung. Ein Hauch von Magie, wie von Zauberhand wendete sich
alles zum Guten, lag in der Luft. Keine Mythen, kein Pathos hätte
diese mystisch geschwängerte Luft um uns beschreiben können. Die Tür
zur Glückseligkeit war einen Spalt weit geöffnet, forderte zum
Eintritt.
Sie öffnete die Tür zum Esszimmer, eine Tafel für zwei Personen war
angerichtet. "Auf Verdacht und mit unendlicher Sehnsucht," erklärte
sie diesen dekorativen Hammer. Detailverliebt hatte sie den Tisch
ausgeschmückt, eine Mischung aus Bodenständig, Steinchen und grauer
Glitter, und blühender Landschaft, Blumenblüten gepaart mit
Keramiktieren. Sie schob mich auf einen der Stühle und setzte sich
auf meinen Schoß.
"Willst Du mich heiraten?", fragte sie jetzt ganz direkt. "Der
Verlobungsring schmückt Deine Hand ungemein. Ja, Freya!" Mehr
brachte ich nicht heraus, verschluckte die innerlichen Flüche die
ich nur zu gern ausgestoßen hätte. Weitere Gelegenheit meinen
inneren Vulkan, es brodelte noch immer, zum Ausbruch zu bringen, die
Lava des Gefühlschaos auszuspeien, gab sie mir nicht. Ihre Lippen
verschlossen die Meinen, eine Vorspeise die eines Sieben-Gänge-Menüs
würdig gewesen wäre. Wir aßen nur den Hauptgang, die selbstgemachte
Hollandaise verträgt keine Wartezeit. Doch nach Spargel an Rouladen
mit Knödeln, es war wie immer ein Hochgenuss, wollte ich nur noch
den Nachtisch, den zwischenmenschlichen. Wir ließen alles so wie es
war stehen, für danach.
In ihrem Schlafzimmer bemerkte ich erst, Freya hatte sich in
Erwartung präpariert. Als ich die Hängerchen ihres Kleides über ihre
Schultern geschoben hatte, das Stück Stoff folgte den Kräften der
Erdanziehung, stand sie mehr als bereit vor mir.
Ihre Warzen lugten mir spitz entgegen, meine Hände nahmen die
wohlgeformten Pfirsiche in Besitz. Stahlhart, auch ihre Erregung
konnte ich spüren, waren ihre Brustwarzen. Während sie sich an
meinem Outfit zu schaffen machte, strichen nicht nur meine Augen
zärtlich über ihre Haut. Ich schlüpfte aus den Schuhen und streifte
mir das Polohemd über den Kopf. Zur gleichen Zeit, mit einem Ruck,
zog sie mir Hose und Slip aus. Mein schon deutlich angeschwollenes
Eigengewächs freute sich ob der Befreiung aus dem Gefängnis.
Die horizontale Spielwiese erreichend, die Samt-Bettwäsche verlieh
ein zusätzliches Kribbeln, kuschelten wir uns aneinander. Wir
genossen das Gefühl, dies zusammengeschweißte unserer Körper. Unsere
Hände gingen auf Wanderschaft, alles erreichbare des Gegenüber
gestreichelt, liebkost. Gänsehaut überzog mich, war der Tribut an
die vergangenen Stunden.
Sanft, wie auf einer ummagnetisierten Schiene, strich ich ihr der
Wirbelsäule folgend über Backen und Schenkel, verlagerte mich dann
auf die Innenseite. Je näher ich ihrem Schambein kam, langsam
begaben sich ihre Beine in Spreize, desto mehr fühlte ich ihren sich
erhöhenden Puls. Alles pulsierte, der frisch rasierte Venushügel
bebte, und mein Finger wurde von freudiger Nässe begrüßt. Nur zwei,
drei kurze Bewegungen, sie stand schon jetzt kurz vor dem Punkt ohne
Umkehr.
Obwohl ich mit dem Finger verharrte, ihr Beruhigung verschaffte, kam
die Welle über sie. Einige Zeit war sie völlig weggetreten, ihre
Augen verrieten das Geschehene. Ich zog meinen Finger aus der
feuchtwarmen Höhle, hielt sie im Arm. Als die Welt sie wieder hatte,
wurde ich verwöhnt. Entspannt lehnte ich mich zurück, genoss ihre
zarten Hände an Schafft und Eichel, die massierenden Bewegungen. Ich
spürte den Druckanstieg, bald darauf ihre Zunge. Sie kreiste um
meine pochende Eichel, leckte den Schafft und saugte an den Hoden.
Nur wenige Bewegungen in ihrem Mund versetzten mich in Ekstase,
schon spritzte ich ab. Nichts vergeudend schluckte sie alles, bekam
mein Penis eine Nachreinigung durch ihre Zunge.
Wir gönnten uns eine Pause, kuschelten aneinander. Weit entfernt
waren gelegentliches Wetterleuchten und Donner des abziehenden
Gewitters wahrzunehmen. Als ich mich wieder fit fühlte, tauchte ich
ab. Meine Zunge drang durch ihre fleischigen Lippen, kostete den
Liebesnektar. Schon bald, ich bearbeitete ihre Perle, floss der
Nektar in Strömen.
Nach einer weiteren Erholung klopfte meine Eichel an ihre
Schamlippen, strich sanft darüber. Sachte tauchte mein
Freudenspender in ihre Grotte, langsam, bis zum Anschlag. Ruhige
Bewegungen im Übergang zu Kreisen und heftigen Stößen,
beiderseitiges Stöhnen, erhöhten das Kribbeln nahe dem Höhepunkt.
Wir sahen uns noch in die Augen, erlebten den gemeinsamen Höhepunkt.
Ich pumpte und pumpte während sich mein Schwanz so eingeklemmt
fühlte, ihre Scheidenmuskulatur wirkte wie ein Schraubstock. Ich
zuckte noch einmal, ein letzter Schwall meines Samens schoss auf
ihren Muttermund. Es wurde taghell, deutlich konnte man den weit
entfernten Blitzeinschlag hören. Auch wir wussten, waren uns sicher,
auch hier war der Blitz eingeschlagen.
Nach dem wir uns frisch gemacht hatten wollten wir das Menü
fortsetzen. Freya servierte die schnell erwärmte Gyrossuppe und
hauchte mir dann ins Ohr: "Die Elternzeit werde ich nehmen!" |